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Benchmarking in der öffentlichen Abfallwirtschaft | |||||||||
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Die öffentliche Wirtschaft in Deutschland – und hier insbesondere die Abfallwirtschaft – sieht sich im Zuge der tiefgreifenden wirtschaftlichen und politischen Veränderungen in den letzten Jahren immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, durch gravierende Wirtschaftlichkeits- bzw. Effizienzdefizite bei der Leistungserstellung ein Abgaben- bzw. Gebührenniveau zu erzeugen, welches in seiner Höhe, so wird argumentiert, nicht nur unzumutbar sondern auch durchaus vermeidbar sei.
Um diesen Vorwürfen begegnen und möglicherweise vorhandene Schwachstellen in der öffentlichen Leistungserstellung abbauen zu können, hat das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen eine Benchmarking-Studie in Auftrag gegeben, die vom BIfA in Kooperation mit der Universität Augsburg und der Arbeitsgemeinschaft der Betreiber thermischer Abfallbehandlungsanlagen in Bayern (ATAB) durchgeführt wurde. Ziel dieser Studie ist der Versuch, nach der Erhebung einer breiten und belastbaren Datenbasis exemplarisch bei Unternehmen der thermischen Abfallbehandlung Effizienzunterschiede zwischen den einzelnen Probanden transparent zu machen und darüber hinaus die Ursachen für diese Unterschiede zu identifizieren. Neben Lerneffekten, die bei einzelnen Anlagenbetreibern durch geeignete Informationen bezüglich des eigenen Abschneidens gegenüber vergleichbaren Unternehmen entstehen, soll vor allem auch untersucht werden, inwieweit Ineffizienzen existieren, die von den Betreibern selbst nicht zu vertreten sind. Beispiele hierfür wären etwa solche Effizienzdefizite, die durch eine zu große Auslegung der Anlage oder aber auf politischen Vorgaben auf kommunaler oder übergeordneter Ebene basieren und daher von ihnen selbst nicht beeinflusst werden können. Das verwendete Controlling-Instrument "Benchmarking" soll also hier nicht nur eine Informationsquelle für die Unternehmen selbst zur Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit darstellen (interne Dimension), sondern auch Aufschluss darüber geben, in welcher Weise die Rahmenbedingungen, denen sich die betrachteten Unternehmen gegenüber sehen, Ineffizienzen hervorrufen und gegebenenfalls angepasst werden müssten (externe Dimension). Um die Vergleichbarkeit der zu untersuchenden thermischen Behandlungsanlagen, welche mitunter signifikante Besonder- und Eigenheiten aufweisen, zu gewährleisten, wurde größter Wert auf die Entwicklung einer abgestimmten, sowohl betriebswirtschaftlichen als auch anlagentechnischen Ansprüchen gerecht werdenden Untersuchungskonzeption gelegt. Aus diesem Grunde erfolgte eine aktive Einbindung der Experten der ATAB in die Konzeptionserarbeitung. Auf Grundlage der Ergebnisse der Studie hat das Management der Unternehmen im Sample die Möglichkeit, Ansatzpunkte für weitergehende unternehmensindividuelle Ursachenanalysen zu identifizieren und diese im eigenen Betrieb durchzuführen. Dabei wird es notwendig sein, auf diejenigen Anlagen zuzugehen, die einen bestimmten betrieblichen (Teil-)Prozess vergleichsweise am besten ("Best Practice") beherrschen. Dies sollte gerade durch das "Vertrauensverhältnis" befördert werden, das sich u.E. während der zweijährigen Projektlaufzeit aufgrund der gezeigten Offenheit, dem Willen zur kritischen Selbstanalyse sowie dem Angebot zur konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den thermischen Abfallbehandlungsanlagen entwickeln konnte. Einige unserer abgeschlossenen Referenzprojekte:
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