BIfA Aktuell Nr. 3/2006

Woher kommt der Feinstaub?

Quellen organischer Feinstaubbestandteile in Augsburg

Im Rahmen eines von Bayerischen Staatsministerium für Umwelt Gesundheit und Verbraucherschutz geförderten Projektes wurden Feinstaubproben (PM2,5) auf ihre organisch chemische Zusammensetzung untersucht. Ziel war es, wesentliche Faktoren zu ermitteln, die Höhe und Zusammensetzung der Feinstaubbelastung in der Augsburger Innenstadt bestimmen.

Hierzu wurden an einer Messstation in Augsburg zwei Jahre lang täglich Feinstaubproben gesammelt. In den Proben wurden die Konzentrationen von 200 Substanzen bestimmt und die Konzentrationsverläufe von 78 dieser Substanzen statistisch ausgewertet. Fünf Quellen für Feinstaubimmissionen wurden identifiziert: Verkehr, Holzverbrennung, Heizöl und Diesel Verbrauch, Braunkohleverbrennung, biogene Emissionen und Ferntransport von Feinstaub. 

Die Zeitverläufe der organischen Feinstaubbestandteile und der zugehörigen Quellen zeigen folgendes Bild: In der warmen Jahreszeit (Mai bis September) sind biogene Emissionen und Ferntransport die Haupt-Quellen. In der kalten Jahreszeit (Heizperiode von Oktober bis April) dominieren Verbrennungsquellen (Hausbrand und Verkehr) die Partikelzusammensetzung. Besonders hohe Feinstaubkonzentrationen und besonders hohe Konzentrationen organischer Feinstaubbestandteile treten während austauscharmer Wetterlagen auf. 

Der Einfluss lokaler Augsburger Quellen wie z.B. Gebäudeheizung mit Braunkohle oder Holz auf die Feinstaubimmissionen soll in einer detaillierten Studie untersucht werden.

Die Wirkung der Feinstaubimmissionen auf die menschliche Gesundheit wird z. Zt. im Rahmen einer epidemiologischen Studie in Zusammenarbeit mit dem GSF untersucht.
 

Ansprechpartner:

Dr. Jürgen Schnelle-Kreis