BIfA Aktuell Nr. 3/2006

IPP-Projekt zur Gebäudesanierung abgeschlossen

Neuer Anwenderleitfaden mit zielführenden Optimierungsstrategien
für die Bauwirtschaft

BIfA und die OBERMEYER Planen + Beraten GmbH präsentierten am 28.11.2006 in feierlichem Rahmen den im Projekt „IPP im Bereich der Gebäudesanierung“ erarbeiteten Leitfaden und die Ergebnisse des Forschungsprojektes. Umweltstaatssekretär Dr. Otmar Bernhard eröffnete die Veranstaltung und stellte die IPP-Aktivitäten des Bayerischen Umweltministeriums vor. Mit besonderem Nachdruck wies er dabei auf die Bedeutung der Gebäudesanierung für den Klimaschutz hin.

Ziel des im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz durchgeführten Projektes war es, ökologie- und ressourcenorientierte Ansätze trotz des hohen Kostendrucks in die Sanierungsplanung zu integrieren. Als Ergebnis liegen nun Instrumente vor, mit denen nicht nur die ökologische, sondern die gesamte Qualität von Sanierung und anschließender Nutzung verbessert werden können. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit solide arbeitender Unternehmen in einer stark konkurrierenden Branche.

Trotz der immensen wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung der Modernisierung und Erneuerung von Gebäuden fehlen nach wie vor standardisierte Methoden zur ökonomischen Planung wie auch zur Integration ökologischer Faktoren. Gerade die Gebäudeerneuerung mit ihren langfristigen Investitionszyklen erfordert jedoch sehr fundierte Analysen der einzelnen Maßnahmen. Prämisse bei der Bearbeitung des Projektes war, dass die ökologische Optimierung bei der Gebäudesanierung auf gesicherter Basis vorgenommen werden und objektiv nachvollziehbar sein muss.

IPP bot dabei die geeignete Strategie, um mit den Planern und Vertretern der Bauherrenseite Möglichkeiten zu erarbeiten, wie sie trotz der Vielzahl von Informationen und der Komplexität von Instrumenten mit überschaubarem Aufwand zu realisierbaren ökologischen Verbesserungen gelangen können.

Eine gesamtheitliche Berücksichtigung ökologischer Aspekte ist derzeit nur unter Heranziehung einer breiten Palette an „konventionellen“ Hilfsmitteln möglich. Es bedarf dabei einer effizienten Verknüpfung verschiedener Instrumente. In der Praxis ist die Entwicklung einer detaillierten und unter Umweltgesichtspunkten konsistenten Sanierungsstrategie aber wesentlich bedeutsamer, als der Einsatz spezifischer Analyseinstrumente. Deshalb ist unter Berücksichtigung des aktuellen Entwicklungsstandes solcher Instrumente die fundierte fachplanerische Analyse in Form einer ökologischen Gesamtstrategie entscheidend für die Integration ökologischer Aspekte. Diese Gesamtstrategie baut auf Teilkonzepten zu Vermarktung, Nutzung, Materialauswahl etc. Der neue Leitfaden und die zugehörige Anwender-Checkliste setzen diese Strategie um. Architekten, Ingenieuren, Bauherren und Handwerkern werden Wege für ein systematisches Vorgehen aufgezeigt.

Leitfaden und Checkliste stehen unter http://www.ipp-bayern.de zum Download bereit. Eine Druckversion kann kostenlos unter http://www.stmugv.bayern.de bestellt werden.
 

Ansprechpartner:

Bernhard Hartleitner