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Die Bierfiltration ist der letzte qualitätsbestimmende Schritt des Brauvorganges.
Aufgrund der Anforderungen an die chemisch-physikalische, mikrobiologische
und sensorische Stabilität des Bieres wird der Bierfiltration eine immer
größere Bedeutung beigemessen. Das Standardverfahren der Bierfiltration
ist die Kieselgurfiltration im Anschwemmverfahren. Die verwendeten
Filterhilfsmittel werden einmal eingesetzt und nach Gebrauch entsorgt. So
fallen in Deutschland jährlich ca. 70.000 Tonnen Kieselgurschlamm aus
Brauereien an. Aufgrund gesetzlicher Regelungen in den letzten Jahren stehen
Entsorgungsoptionen auf Deponien oder über die Kanalisation nicht mehr zur
Verfügung. Um eine weitere Verschärfung der Entsorgungssituation zu
vermeiden, wurden in der Brauereibranche verschiedene alternative
Filtrations-Konzepte untersucht und umgesetzt.
So hat die Pall GmbH SeitzSchenk zusammen mit den
Kooperationspartnern BIfA, Altenburger Brauerei und Universität Hohenheim
in einem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten
Forschungsvorhaben ein Verfahren entwickelt, bei dem die mit organischen
Stoffen beladenen Filterhilfsmittel nach der Filtration nicht mehr
vollständig entsorgt werden müssen. Stattdessen werden sie mit Hilfe von
Enzymen und/oder Säure und Lauge regeneriert und erneut zur Filtration
eingesetzt. Diese neu entwickelte Technologie heißt Best Filtration System
- BeFiS. Sie soll die Produktsicherheit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit
gewährleisten und wurde 2004 bei der Altenburger Brauerei aufgebaut und in
Betrieb genommen. Im Rahmen der großtechnischen Umsetzung von BeFiS und den
umfangreichen Begleituntersuchungen wurden die verschiedenen
BeFiS-Betriebsweisen unter Kosten- und Umweltaspekten bewertet und mit der
"Altanlage" der Altenburger Brauerei verglichen. BIfA führte
hierfür eine Ökoeffizienzanalyse durch, also eine
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erweitert um eine Umweltbilanz.
Filtrationskosten und Umweltbilanz wiesen die chemische Regenerierung der
Filterhilfsmittel als günstigste Variante aus. Ökologischer und
ökonomischer Optimierungsbedarf wurde für die enzymatische Regenerierung
festgestellt. Die Ergebnisse der Ökoeffizienzanalyse werden durch den
Betrieb der Anlage, die Marktpreise der Filterhilfsmittel und die
Standortfaktoren beeinflusst.
BIfA dankt der Pall GmbH SeitzSchenk und der Altenburger Brauerei für
die Zusammenarbeit!
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