Kommunaler Wärmeplan der Stadt Neu-Ulm beschlossen
bifa Umweltinstitut entwickelt Strategien für die nachhaltige Wärmeversorgung
Von Januar 2025 bis Februar 2026 erarbeitete das bifa Umweltinstitut für und zusammen mit der Stadt Neu-Ulm einen Kommunalen Wärmeplan mit dem Ziel einer kosteneffizienten, resilienten und bis 2040 treibhausgasneutralen Wärmeversorgung. Die Stadt Neu-Ulm knüpfte hierbei an bisherige Klimaschutzaktivitäten an, darunter das Klimaschutzkonzept 2023 und die Etablierung eines Klimaschutzbeirats im Jahr 2020.
Das Projekt umfasste eine Bestandsaufnahme der aktuellen Wärmeversorgung sowie eine Potenzialanalyse für erneuerbare Wärmequellen. Betrachtet wurden innerstädtische Quartiere bis hin zu ländlich geprägten Ortsteilen. Darauf aufbauend wurde ein Zielszenario 2040 entwickelt, das Lösungen für örtlich verschiedene Versorgungssituationen berücksichtigt.
Zentraler Baustein des Projekts war ein intensives Einbeziehen von Fachakteuren sowie der Öffentlichkeit. Insbesondere mit dem lokalen Energieversorger SWU wurden Daten und Maßnahmen im Detail abgestimmt. Die SWU brachte hierfür Ergebnisse ihres aktuell erstellten Wärmetransformationsplans ein. Zwei von bifa moderierte Workshops erfassten Perspektiven und Vorschläge von Fachakteuren auf breiter Basis. Die Stadt Neu-Ulm informierte kontinuierlich über den Planungsfortgang. Zwei Bürgerinformationsveranstaltung stießen auf reges Interesse. In deren Rahmen informierten auch die Regionale Energieagentur Ulm über Anforderungen an Gebäude und die SWU zu ihrem Wärmetransformationsplan.
Bereits im Zuge der Projektbearbeitung wurden Interessen zur Abwärmeabgabe und zum Fernwärmebezug in industriellem Maßstab zusammengebracht. Anstöße für eine genauere Prüfung von Wärmenetzeignungsgebieten wurden gegeben. Um die Wärmetransformation gezielt voranzubringen, verfügt die Stadt Neu-Ulm mit ihrem eigenen Klimaschutzmanagement sowie mit dem engagierten Fernwärmeanbieter SWU über sehr gute Voraussetzungen.
Der von bifa erstellte Kommunale Wärmeplan wurde am 03.02.2026 im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Neu-Ulm beschlossen.
Die Stadt Neu-Ulm erhält für die Erstellung des Kommunalen Wärmeplans eine finanzielle Förderung aus dem Klima- und Transformationsfond der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Der Kommunalen Wärmeplan der Stadt Neu-Ulm ist auf deren Website veröffentlicht.