MaKoSaTex
Kommunale Strategien für eine zukunftsfähige Alttextilsammlung
Im Projekt MaKoSaTex entwickelt das bifa Umweltinstitut gemeinsam mit der Technischen Hochschule Augsburg (THA) konkrete Maßnahmenempfehlungen für bayerische Kommunen zur Sammlung und Verwertung von Alttextilien.
Das Vorhaben wird im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) durchgeführt und steht im Zusammenhang mit der Bayerischen Kreislaufwirtschaftsstrategie (BayKWS).
Anlass ist eine tiefgreifende Markt- und Systemveränderung
Während die getrennte Erfassung von Alttextilien in Deutschland lange als Erfolgsmodell galt, führen Fast Fashion, sinkende Qualitäten und steigende Mengen zunehmend zu wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen. Seit dem 01.01.2025 sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) verpflichtet, Alttextilien flächendeckend getrennt zu erfassen. Die geplante Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) erhöht zusätzlich den strategischen Handlungsdruck.
MaKoSaTex analysiert daher systematisch die aktuelle Lage in Bayern: Herausforderungen der örE, Markt- und Stoffstromentwicklungen sowie nationale und internationale EPR-Modelle. Grundlage sind eine Befragung aller bayerischen örE und Interviews mit Akteuren der textilen Wertschöpfungskette. So werden zentrale Problemfelder identifiziert – von Qualitätsverlusten und fehlenden Recyclingkapazitäten über Finanzierungsrisiken bis hin zu Akzeptanzfragen.
In einem moderierten Dialogprozess mit Kommunen und Praxisakteuren werden darauf aufbauend praxistaugliche und wirtschaftlich tragfähige Maßnahmen entwickelt. Ergänzend werden ökologische Potenziale, insbesondere zur Treibhausgas- und Ressourceneinsparung, abgeschätzt. Ziel ist eine zukunftsfähige kommunale Alttextilsammlung in Bayern.
Veranstaltungshinweis
Auf den 27. Bayerischen Abfall- und Deponietagen am 25. März 2026 im Kongress am Park in Augsburg, wird Prof. Dr. Nadine Warkotsch zum Thema „Alttextilien als Rohstoffquelle – Maßnahmen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft“ referieren.