Projekt | 11.03.2026

HORIZON EUROPE: ReSiLient - Wertschöpfungsketten für Silizium- und Siliziumkarbid-Halbleiterrohstoffe

Im Rahmen des HORIZON-Förderprogramms der Europäischen Kommision sollen innovative Lösungen zur Stärkung der europäischen Wertschöpfungsketten für Silizium- und Siliziumkarbid-Halbleiterrohstoffe entwickeln werden.

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Silizium (Si) und Siliziumkarbid (SiC) sind grundlegend für die moderne Elektronik. Si ist die Grundlage für Logik-, Speicher- und Photovoltaik-Technologien, während SiC für hocheffiziente Leistungselektronik in Elektrofahrzeugen, erneuerbaren Energiesystemen, Verteidigungs- und Luftfahrtanwendungen von entscheidender Bedeutung ist. Sie treiben den digitalen und ökologischen Wandel voran und spielen komplementäre und unersetzbare Rollen in der globalen Halbleiter-Wertschöpfungskette. Beide Materialienstammen aus derselben Quelle: Quarz.

Das auf vier Jahre angelegte Projekt befasst sich mit drei entscheidenden Herausforderungen: Dem begrenzten Zugang zu hochwertigem Quarz und dessen drohender Verknappung, unzureichenden Verarbeitungskapazitäten in Europa und dem hohen ökologischen Fußabdruck der derzeitigen Produktionswege. Bis 2050 wird ReSiLient eine widerstandsfähige europäische Basis für Si und SiC schaffen. Bis 2050 könnten die Rohstoffe von ReSiLient die Herstellung vonetwa 533 Millionen Siliziumwafern (etwa 32 % des europäischen Bedarfs) und etwa 5,4 Millionen SiC-Wafern ermöglichen. ReSiLient wird auch den CO₂-Fußabdruck der Si- und SiC-Produktion verringern, indem fossile Reduktionsmittel durch Biokohlenstoff ersetzt, die CO₂-Mineralisierung integriert und Sekundärrohstoffe verwertet werden. Dadurch werden die Emissionen bis 2050 um über 300 kt CO₂ reduziert, was den Zielen des EU Green Deal und des CBAM entspricht.

ReSiLient vereint ein Konsortium entlang der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen bei Rohstoffproduzenten und Recyclingunternehmen über Technologieentwickler bis hin zu Halbleiterherstellern. Mit kommerziellen Partnern, die in jede Phase eingebunden sind, stellt das Projekt sicher, dass Innovationen im vorindustriellen Maßstab demonstriert, von Endnutzern validiert und für die Markteinführung vorbereitet werden, wodurch die strategische Autonomie Europas bei der Silizium- und Siliziumkarbidproduktion gestärkt wird.

Das Projektkonsortium wird von SINTEF (Norwegen) geleitet und koordiniert. Das bifa Umweltinstitut verantwortet innerhalb des Projektes die Arbeitspakete 6 und 7, die sich den Themen Umwelt, Kreislaufwirtschaft, techno-ökonomische Bewertung und Nachhaltigkeit widmen, sowie den Businessplan und die Verwertungsstrategie liefern. Darüber hinaus übernimmt bifa Aufgaben im Material- und Datenfluss Management und liefert Beiträge zur sozialen Akzeptanz, Verbreitung, Kommunikation und Standardisierung der RESILIENT-Projektergebnisse.

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Vorschlagsnummer: 101294649 

Call: HORIZON-CL4-2025-01

Thema: HORIZON-CL4-INDUSTRY-2025-01-MATERIALS-63

Projektpartner: SINTEF (Norwegen)

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