bifa-aktuell | 20.10.2026

Restmüllsortieranalysen

Wissen, was in der Tonne steckt

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© Foto: bifa Umweltinstitut GmbH

Was im Restmüll landet zeigt, wie gut Getrenntsammlung und Abfallberatung funktionieren – und wo Potenziale für Klima- und Ressourcenschutz liegen. Restmüllsortieranalysen schaffen dafür eine Datengrundlage.

Besonders aktuell ist das Thema in Baden-Württemberg
Der Abfallwirtschaftsplan 2024 sieht vor, den Hausmüll ab 2025 alle fünf Jahre zu untersuchen. Bis 2030 sollen die Mengen an Bioabfällen und Wertstoffen im Hausmüll halbiert werden. Bei Ausgangswerten unter 50 beziehungsweise 20 Kilogramm gelten Zielwerte von höchstens 25 Kilogramm Bioabfall beziehungsweise 10 Kilogramm Wertstoffen je Einwohner und Jahr.

Der LUBW-Leitfaden zur Analyse von Restabfall schafft eine einheitliche Methodik
Der Abfall wird gesiebt, händisch sortiert und erfasst. Bestimmt werden Organik wie Küchen- und Gartenabfälle, Speisereste und verpackte Lebensmittel ebenso wie Papier, Kunststoffe, Glas, Metalle, Verbunde, Elektrogeräte, Textilien und Problemstoffe. Ergebnisse werden in Gewichtsprozent sowie Kilogramm je Einwohner und Jahr ausgewiesen. Vorgesehen sind mindestens zwei jahreszeitlich unabhängige Kampagnen, unterschiedliche Bebauungsstrukturen und 48 Stichprobeneinheiten.

So wird sichtbar, welche Stoffe der Verwertung verloren gehen und wo angesetzt werden kann, etwa bei Abfallberatung, Sammelsystemen sowie Behälter- und Gebührenstrukturen. Wiederholungs-
analysen zeigen, ob Maßnahmen wirken.

bifa begleitet öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger von der repräsentativen Stichprobenplanung über Probenahme und Sortierung bis zur statistischen Auswertung und zu Handlungsempfehlungen. So wird aus dem Blick in die Tonne eine fundierte Grundlage für zukunftsfähige Entscheidungen.